Auf der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Raesfeld-Erle am Mittwoch, den 15. Oktober 2003, wurde Udo Rößing zum Kandidaten für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters für die Kommunalwahl 2004 gewählt.
Er erhielt 46 Stimmen von 47 wahlberechtigten Mitgliedern, bei einer Enthaltung.
Eine Gegenkandidatur gab es nicht.
Bernhard Bölker, Udo Rößing, Ursula Rößing und Eckhard BallenthinDer Gemeindeverbands-Vorsitzende Bernhard Bölker wertete dies als gelungenen Auftakt des Kommunalwahlkampfes. Er freute sich besonders an diesem Abend neben den wahlberechtigten Mitgliedern auch zahlreiche Gäste im Saal des Hauses Epping begrüßen zu können.
Schon vor Monaten hatten sich Fraktion und Vorstand auf eine erneute Kandidatur des amtierenden Bürgermeisters, Udo Rößing, festgelegt.
Udo Rößing vorzustellen, sei wie „Eulen nach Athen tragen“, so Eckhard Ballenthin, Kreisgeschäftsführer der CDU und Versammlungsleiter, als er ihm vor der Wahl das Wort erteilte.
Udo Rößing gab trotzdem gern einen Überblick über seine Person und Tätigkeit in Raesfeld. Bei Antritt seiner Tätigkeit vor 28 Jahren als hauptamtlicher Gemeindedirektor sei „Pioniergeist beim Aufbau der Verwaltung gefragt gewesen“, so der 60 Jährige.
Das Mitnehmen der Menschen bei der Erfüllung der Aufgaben sei „hochspannend, nach wie vor“.
Der Abbau von Widerständen bei der Eingemeindung der Ortsteile Homer, Overbeck und Erle war eine hohe Herausforderung aber auch ein großer Reiz für ihn. Auf dem Weg zu einer Bürgergemeinde sei ein “Wir-Gefühl“ entstanden und eben auch viel Freude über das Gelingen.
Mit dem vorhandenen Geld das Beste umzusetzen, nicht nur zu sparen sondern Mittel wirtschaftlich einzusetzen, das sei immer sein Anliegen gewesen.
Mit 4,1 Mio. DM Schulden war die Gemeinde 1976 gestartet, seit 1994 sei man nicht nur schuldenfrei sondern habe Rücklagen bilden können. Die ermöglichten zurzeit Investitionen wie den Neubau der Bücherei in Raesfeld, der Sporthalle in Erle oder Planungen wie die des Feuerwehrhauses in Raesfeld oder der Bücherei in Erle.
Möglich geworden sei diese gesunde Aufwärtsentwicklung nur durch die Teamarbeit mit Bürgern und Mitarbeitern. „Ein hohes Maß an Streitkultur herrscht im Rat der Gemeinde“, so Udo Rößing.
Menschen nicht aus der Verantwortung herauszunehmen, sondern ihnen die Chance zu geben, sich in der Gemeinde zu engagieren, das sei immer Ziel seines Bemühens gewesen.
Trotz des Wachstums von 6.200 auf über 11.000 Einwohner sei es auch durch das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen gelungen, die Neubürger in Raesfeld zu integrieren.
„Maßhalten, auch beim Wachstum, um das zu erhalten was wir haben: einen überschaubaren Ort mit dörflicher Struktur und eher kleinstädtischer Versorgung“ das sei immer seine Devise gewesen.
Dazu gehörten die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten, ein gutes Geschäftsangebot, die Bereitstellung von Kindergärten, Jugend- und Seniorenhäusern, Bildungs- Sport- und Kultureinrichtungen.
„Raesfeld ist mir und meiner Familie zur Heimat geworden“, so Udo Rößing der seit 36 Jahren mit seiner Frau verheiratet ist und 2 erwachsene Söhne hat.
Er habe in den 28 Jahren ein gutes Stück seiner Visionen umsetzen können und Vertrauen und Mut für eine gute Zukunft, die er gerne mitgestalten möchte.
Auf die volle Unterstützung des Gemeindeverbandes der CDU-Raesfeld kann er sich dabei verlassen. Bernhard Bölker versicherte ihm dies noch einmal bei seinen Glückwünschen.