Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
meine Damen und Herren,
die kommunalen Kassen sind leer, die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte ist
von 1960 bis heute von 27 Mrd. € auf 1.329 Mrd. € gestiegen. Die Lasten tragen
unsere Kinder, ohne, dass sie sich dagegen wehren können.
Karl-Heinz Tünte - Fraktionsvorsitzender CDU-RaesfeldAls ich am Wochenende die Borkener Zeitung aufschlug und zwei Überschriften las:
„Immer mehr Kommunen pleite“ und „54 Kommunen unter Vormundschaft“, und
meine Gedanken zum vorliegenden Haushalt zu Papier bringen wollte, ging mir
durch den Kopf:
„Du wirst nicht, wie bisher und landauf und landab üblich, klagen und auf alles und
über jeden schimpfen, sondern versuchen, der Situation und dem Haushalt das
Positive abzugewinnen.“
Nicht, weil es nicht genug zu kritisieren gäbe. Probleme und knackige Sprüche gibt
es genug. Aber helfen die weiter? Die Erfahrung zeigt, eher – nein!
Erstmals seit vielen Jahren verabschieden wir den Haushalt der Gemeinde Raesfeld
im neuen Jahr. Also lassen sich die Überlegungen doch mit guten Vorsätzen für das
neue Jahr verbinden. Z.B.
Selbst mithelfen, dass der Aufschwung kräftig ausfällt, d.h., das durch die Steuer-
senkung gesparte Geld auch auszugeben, möglichst in Raesfeld. Z.B. dem oder der
Liebsten etwas schenken, den Kindern das Taschengeld erhöhen. Wer das Geld
spart, spart an der falschen Stelle – an Wachstum und Beschäftigung.
Mitmachen bei der Gesundheitsreform – Also beim Quartalsantrittsbesuch dem
Onkel Doktor stets zehn Euro abgezählt bereithalten. Das erspart das Mahnverfahren
und uns allen eine baldige Erhöhung der Praxisgebühr.
Zum beschleunigten Subventionsabbau beitragen. Die Pendlerpauschale wird zwar
gekürzt. Aber noch mehr würde der Staat sparen, wenn alle Auto fahrenden
Arbeitnehmer die angegebene Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte um
50 % reduzierten – sich also auf die wahre Kilometerzahl beschränkten.
Die Schwarzarbeit in Raesfeld wirkungsvoll bekämpfen – Also auf den
Nebenerwerbs-Maler, der die Wohnung so preiswert renovieren kann, verzichten.
Etwas gegen die Überalterung der Gesellschaft tun. Als Chef z.B. Verständnis für
berufstätige Mütter oder allein erziehende Väter haben. Oder als Vermieter durch
Unterdrückung der eigenen Angst vor Kinderlärm zwischen 13- und 15 Uhr.
Den Bildungsstand an der Sebastian-, Silvester und Hauptschule heben. Wie? Z.B.
durch Unterstützung solcher Lehrer, die von den lieben Kleinen mehr verlangen als
physische Anwesenheit.
Das vielfältige kulturelle Angebot erhalten helfen. – durch mindestens einen Theater-,
Museums- oder Konzertbesuch mehr als im vergangenen Jahr.
Nicht nur kritisieren, aktiv werden. Die am Stammtisch geäußerten Proteste und dort
verbreiteten Patentrezepte interessieren niemanden. Wenn aber jeder Wähler einmal
im Jahr seinem Abgeordneten einen Brief schriebe ....
Nicht alles trifft für jeden zu, aber für alle gilt, Pessimisten sind eher gegen
Enttäuschungen gefeit als Optimisten. Doch der Optimist hat viel mehr Spaß im
Leben – auch im neuen Jahr.
Ich meine, wir haben trotz des schwierigen Umfeldes und der sicher vorläufig nicht zu
erwartenden grundlegenden Verbesserungen genau das Gegenteil von dem zu tun,
was im Moment alle zu tun scheinen, schimpfen, drohen, meckern, schachern,
klagen und gegen alles und jeden auf die Barrikaden zu gehen.
Uns, der Gemeinde Raesfeld, geht es nach wie vor relativ gut. Ich behaupte deshalb:
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil unser Haushalt 2003, entgegen den Erwartungen ein positives Ergebnis
ausweist.
• Weil der Haushalt 2004 trotz schwieriger werdender Rahmenbedingungen
ausgeglichen werden kann. Dazu benötigen wir zwar eine Entnahme aus der
Rücklage in Höhe von 329.700 € und zusätzlich Zuführungen aus dem
Vermögenshaushalt von 175000 € (Schulpauschale) und von 210000 € aus
einer Sonderrücklage Rückstellungen zum Finanzausgleich, wir bilden aber
gleichzeitig durch eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von
300000 € eine Rückstellung und treffen damit Vorsorge für zu erwartende
Belastungen der Folgejahre, weil wir Vorsorge ernst nehmen.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil der Haushalt ohne Kreditaufnahme finanziert werden kann
• Weil die Steuerhebesätze unverändert und im Vergleich zu anderen
Gemeinden moderat und günstig bleiben
Heute können wir das guten Gewissens so sagen, weil wir alle Zahlen, die zur
Erstellung eines soliden Zahlenwerkes notwendig sind, kennen.
Der Antrag der UWG-Fraktion, schon im alten Jahr zu beschließen, die
Steuern unverändert zu lassen, entbehrte jeder Grundlage und konnte
deshalb von uns nur als Wahlkampfmanöver gewertet und abgelehnt werden.
Auf derartige „Luftnummern“ sollten Sie im Interesse Ihrer eigenen
Glaubwürdigkeit besser verzichten.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil die Gebührenhaushalte Abwasser-, Abfallbeseitigung und
Straßenreinigung ohne weitere Belastung der Bürger auf niedrigem Niveau
gehalten werden können. Dazu haben die Gebührenausgleichsrücklagen
beigetragen, dafür sind sie auch da
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil die Gemeinde Raesfeld immer wieder positiv in Erscheinung tritt. So ist
sie z.B. bei den Gemeinden unter 10000 Einwohnern als Gemeinde mit der
besten Internetseite ausgezeichnet worden. Dafür haben die Mitarbeiter der
Verwaltung ein dickes Lob verdient.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir viel für unsere Kinder tun. Wir verfügen über Top-ausgestattete
Grund- und Hauptschulen. Durch regelmäßige Investitionen und durch die
Bereitstellung von Budgets, die die Schulen für ihre Ausstattung
eigenverantwortlich nutzen können, sorgen wir dafür, dass das so bleibt.
• Mit dem Thema Offene Ganztagsschule werden wir uns intensiv beschäftigen.
Die CDU ist offen für eine Diskussion, auch, wenn damit eine weitere
Belastung der Gemeinde fällig wird. Wir wollen mit einem entsprechenden
Angebot den Bedürfnissen der Kinder und Eltern und den veränderten
Rahmenbedingungen und der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Rechnung tragen. Wir sind gespannt auf die Informationen, die uns die
Verwaltung zu diesem Thema aufbereiten wird. Unsere Vorstellung von Ganz-
tagsschule heißt nicht „Ganztagsverwahrung“. Wenn, dann muss Ganztags-
schule Qualität und Fortschritt in der Bildung bedeuten. Bildungspolitik ist in
erster Linie Aufgabe des Landes. Das Programm der Landesregierung zur
sog. Offenen Ganztagsgrundschule wird das Aus für die Horte in NRW
bedeuten, die Eltern und die Gemeinden Geld kosten und hat mit Qualität, die
in Sonntagsreden proklamiert wird, nichts zu tun. Wir vermissen: ein klares
Konzept, Inhalte und klare Aussagen zur Finanzierung.
• Gleichzeitig ist uns wichtig und darum bitten wir die Verwaltung, eine aktuali-
sierte Schulentwicklungsplanung für Raesfeld auf der Basis der Geburten-
und Schülerzahlen zu bekommen.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn es uns gelingt, rechtzeitig intelligente Lösungen auf Fragen zu finden,
die die Zukunft uns stellt. Z.B. die die demographische Entwicklung mit sich
bringt. Erkennbare Trends werden in einigen Jahren und Jahrzehnten zu
einem deutschlandweiten Gesamtphänomen. Dann stellen sich Schlüssel-
fragen und ergeben sich Aufgaben, die wir heute noch in weiter Ferne sehen
• Wie ist zukünftig mit der kommunalen Infrastruktur umzugehen, die angesichts
rückläufiger Bewohnerzahlen niemand mehr braucht?
• Die CDU-Fraktion wünscht von der Verwaltung eine sachgerechte Bestands-
aufnahme und eine ehrliche Prognose hinsichtlich des Bedarfs und der
Bedarfsdeckung
• Was bedeuten rückläufige Einwohnerzahlen langfristig für
-die kommunale Infrastruktur
-die Entscheidungsspielräume zu deren Veränderung
-die Entwicklung von Wohngebieten
-die Erschließung
-die Ver- und Entsorgung
-das Angebot an Kindergärten, Schulen, Sport- und Freizeiteinrichungen
-die Kosten und die Belastung der Bürger?
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn die Gemeinde dazu beitragen kann, vor dem Hintergrund dieser
demographischen Entwicklung in unserer Gemeinde Formen der Senioren-
betreuung bedarfsgerecht weiter zu entwickeln. Die zunehmende Veralterung
der Gesellschaft erfordert ein alters- und behindertengerechtes Wohnumfeld,
die es des Senioren ermöglicht, bis ins hohe Alter aktiv am Leben der
Gemeinde teilzunehmen. Dazu gehört auch unser Thema Betreutes Wohnen.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir unsere Kindergärten die modern und nach neuesten Gesichtspunkten
ausgestattet haben und bei den 3-jährigen Kindern einen Versorgungsgrad
von 100 % erreicht haben
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn wir die vielen positiven Dinge, das Wissen um die Entstehung und
Entwicklung unserer Gemeinde für unsere Nachwelt aufbereiten und erhalten.
Die CDU-Fraktion regt deshalb an, sich mit dem Thema Einrichtung eines
Gemeindearchivs auseinander zu setzen. Vielleicht ist es möglich, mit Hilfe
ehrenamtlicher Kräfte z.B. der Heimatvereine wichtige Daten, Fakten,
Unterlagen zu konservieren.
• Dazu passt ein Sprichwort: „Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine
Zukunft“.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir viel für unsere Jugend tun. Wir fördern aktiv und ohne Abstriche auch
in diesem Jahr mit 23000 € allein die Sportvereine und zusätzlich die jugend-
musikalische Ausbildung und erkennen damit die gute Jugendarbeit an.
• Schön, wenn dabei solche Ergebnisse herauskommen wie beim Wettbewerb
„Jugend musiziert“, wo zwei Jugendliche unserer Gemeinde erste Preisträger
sind.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir uns trotz der Streichkonzerte, die allerorten stattfinden, kulturell
engagieren. Während woanders in Sonntagsreden Kultur als teuer aber
wichtig herausgestellt wird, fördern wir die kulturelle Arbeit der Vereine, die
Musikschule, die VHS und besonders das örtliche Bildungswerk und schaffen
neben der Bücherei in Raesfeld, die aus Sicht der CDU-Fraktion nicht nur
baulich sondern auch inhaltlich mehr als gelungen ist, mit dem Gebäude
Weseler Straße 34 für weitere kulturelle Aktivitäten in der Gemeinde eine für
unsere Größenordnung einmalige Raumsituation. In der Bücherei hat ein
tolles Angebot unter professioneller Leitung und mit zusätzlichem ehrenamt-
lichen Engagement eine enorme Nachfrage und hohe Ausleihzahlen ausge-
löst. Wir sollten dem Kind einen Namen geben, z.B. „Haus der Bildung“
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir im nächsten Schritt mit Augenmaß und im vernünftigen Rahmen im
Jahr 2004 für den Ortsteil Erle mit der Bücherei entgegen dem allgemeinen
Trend eine ebenfalls sehr gute Lösung schaffen
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn wir daran arbeiten und es hinbekommen, die Nutzer der gemeindlichen
Einrichtungen weiter zu sensibilisieren, sorgsam mit den zur Verfügung
stehenden Räumen und Gegenständen umzugehen und sie in einem guten
Pflegezustand zu behalten. Wir appellieren an alle Nutzer gemeindlicher
Einrichtungen, hier ein Stück Mitverantwortung zu übernehmen, angefangen
bei den Kinderspielplätzen über die Sporteinrichtungen bis hin zur Villa
Becker.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir Mut gezeigt haben, auch nicht ganz unumstrittene Projekte anzu-
gehen. Ich meine das Projekt „Renaissance-Tiergarten“. Der Startschuss zu
den Bauarbeiten ist gegeben. Diesem Projekt ist zu wünschen, dass es zur
Attraktivierung der Gemeinde beiträgt und sich zu einem zusätzlichen
Besuchermagneten für die Gemeinde Raesfeld entwickelt.
• Die CDU-Fraktion wünscht sich, dass Rat und Bürger zeitnah über die
Weiterentwicklung dieses Projektes informiert werden
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Das zeigt sich auch in den Jugendhäusern, in denen nach wie vor gute Arbeit
geleistet wird. Kritisch betrachtet werden muss allerdings die Kostenent-
wicklung. Bedauerlich ist, dass die Gemeinde die Kürzung der Fördermittel
des Landes in Höhe von 11 % = 9500 € auffangen muss
• Die Stärke der Gemeinde zeigt sich aus Sicht der CDU-Fraktion auch
dadurch, dass wir freiwillige Leistungen wie das Patenschaftsgeld an
kinderreiche Familien zahlen können
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil in Raesfeld lebendige und intakte Vereinsstrukturen zu den zentralen
Qualitätsmerkmalen eines lebenswerten Umfeldes gehören
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir auch 2004 mit insgesamt 220000 € viel Geld für die Instandsetzung
und Unterhaltung der Sportplätze und Sporthallen einsetzen, um weiterhin
optimale Bedingungen für unsere sportbegeisterten Bürger zu behalten.
• Kein Verständnis hat die CDU-Fraktion deshalb für Äußerungen, wie sie am
Eröffnungstag der Sporthalle in Erle gefallen sind. Statt sich über die Bereit-
stellung der zusätzlichen neuen Sporthalle zu freuen, wird beklagt, dass der
Bau der Halle längst überfällig war und im übrigen die Gemeinde jetzt endlich
die Erweiterung des Sportgeländes in Erle angehen sollte. Es hapert ja nicht
an der Bereitschaft, etwas zu tun, sondern eher an den fast zermürbenden
planungsrechtlichen Schwierigkeiten. Durch die veränderte wirtschaftliche
Situation ist sicher auch die Finanzierbarkeit mit einem Fragezeichen zu
versehen
• Ich glaube, dass nicht nur die Zahlen beweisen, dass die Gemeinde gerade im
Sportbereich Bedingungen geschaffen hat, die sich sehen lassen können. Die
CDU-Fraktion ist auch zusätzlichen Wünschen gegenüber aufgeschlossen
und wird wie bisher das Machbare unterstützen. Nur sollte klar sein, dass man
mit in dieser Form vorgetragenen Forderungen den Bogen auch überspannen
kann.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil stets vorausschauend geplant wurde. Ein entsprechender HH-Ansatz für
Planungskosten ist auch 2004 vorgesehen.
• Die CDU-Fraktion regt zusätzlich an, die Frage der langfristigen Vorsorge an
Friedhofsflächen in beiden Ortsteilen nicht aus dem Auge zu verlieren. Den
Kirchengemeinden stellen wir weiterhin unsere großzügige Unterstützung in
Aussicht.
• Stärke zeigt die Gemeinde auch beim baulichen Zustand der Straßen, Wege
und Plätze, insbesondere im Wirtschaftswegebau. Durch regelmäßige Pflege,
Instandsetzung und gelegentliche Grunderneuerung hat die Gemeinde viel
getan. Mit 95000 € + 49000 € Resten aus 2003 steht für die Unterhaltung und
Instandsetzung von Wirtschaftswegen für 2004 wieder ein ansehnlicher Betrag
zur Verfügung. Der HH enthält zu diesem Ansatz einen Vorbehalt. Dies hat mit
vorgeschlagenen Neufassung der Straßenausbaubeitragssatzung zu tun.
• Die CDU-Fraktion hat folgende Meinung dazu
1. Im Haushalt treffen wir finanzielle Vorsorge. Ob und in welchem Umfang
gebaut wird, muss noch entschieden werden.
2. Die Bürger wollen wissen, was auf sie zukommt. Deshalb sagen wir, wir
haben eine Satzung. Diese behält ihre Gültigkeit. Die Entscheidung über
eine neue Satzung wollen wir nicht überstürzen. Die CDU-Fraktion sieht
noch Beratungsbedarf und möchte von der Verwaltung wissen, wie andere
Gemeinden mit dieser Problematik umgehen.
• Der HH-Vorbehalt, der sich im Vermögenshaushalt in ähnlicher Form bei
einzelnen grundlegenden Straßenausbaumaßnahmen wiederfindet, darf aus
Sicht der CDU-Fraktion nicht zu einem Stopp oder der zu einer Aussetzung
des diesjährigen Bauprogramms führen. Bei den genannten Straßen stellt sich
zudem die Frage der Notwendigkeit einer grundlegenden Sanierung. Wir
bitten die Verwaltung um geeignete Vorschläge, wie wir mit diesem Thema
weiter verfahren können
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil die Gemeinde i.R. ihrer Möglichkeiten den VVR und die RWG in ihren
Aktivitäten unterstützt. Die CDU-Fraktion begrüßt und unterstützt deshalb
ausdrücklich die gemeinsam initiierte Untersuchung von Prof. Fackler, die zu
einem neuen Marketingkonzept für die Gemeinde Raesfeld führen soll. Wir
sind gespannt, welche neuen Akzente gesetzt werden können, um unsere
Gemeinde noch attraktiver zu machen. Neue Akzente setzen heißt vermutlich
Kräfte bündeln und auch bereit sein, einzelne Schritte, die unsere Gemeinde
weiter nach vorne bringen, die stetige Aufwärtsentwicklung zu fördern, sprich
auch Geld in die Hand zu nehmen. Aus Sicht der CDU-Fraktion kann und darf
die Gemeinde sich dem Aufbruch zu neuen Zielen, wie die Borkener Zeitung
titelte, im eigenen Interesse nicht entziehen und das wird sie auch nicht tun.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir auch neue Wege gehen. Mit der Beteiligung an der kommunalen
Dienstleistungsgesellschaft versuchen wir mit Nachbargemeinden zusammen,
Ausschreibungen und Vergaben effektiver zu organisieren, gemeinsam mit
den Nachbargemeinden als Nachfrager am Markt aufzutreten und so günstige
Konditionen zu erreichen. Die CDU-Fraktion bittet die Verwaltung um einen
Erfahrungsbericht und ein Fazit der bisher über die Gesellschaft
abgewickelten Vorgänge.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil die Gemeinde trotz aller Schwierigkeiten auf eine relativ stabile Einnah-
mesituation im Bereich der Steuern, Zuweisungen und Umlagen bauen kann.
Durch erheblich höhere Gewerbesteuereinnahmen 2003 und durch Änderun-
gen bei den Schlüsselzuweisungen kommt es zu deutlichen Verschiebungen
im Finanzausgleich. Die CDU-Fraktion begrüßt es ausdrücklich, dass die
Verwaltung durch Bildung von Sonderrücklagen und Rückstellungen
finanzielle Vorsorge betreibt.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil im Vermögenshaushalt Finanzmittel vorgesehen sind, die die kontinu-
ierliche Weiterentwicklung der Gemeinde fördern. Mit dem Bau des Feuer-
wehrgerätehauses tätigt die Gemeinde im Jahre 2004 eine sinnvolle, solide
Investition, die Zukunftsperspektiven öffnet
• Aus Sicht der CDU-Fraktion soll dieses Gebäude an der Nahtstelle zwischen
den beiden Ortsteilen nicht nur symbolisch sondern in der Zukunft auch
praktisch das Zusammenwachsen der Gemeinde ermöglichen und beflügeln.
• Für die CDU-Fraktion ist auch der nächste Schritt wichtig, nämlich für das
jetzige Gebäude der Feuerwehr an der Straße Zum Michael eine sinnvolle
Verwendung zu finden. Hier erwarten wir zu gegebener Zeit Vorschläge der
Verwaltung. Wünsche sind ja von verschiedenen Seiten schon angemeldet
worden
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir für die Ausstattung der Räume oberhalb der neuen Bücherei Mobiliar
anschaffen, um die Räume zu komplettieren und sie intensiv nutzen zu
können.
• Das bei der Planung vorgelegte Grobkonzept für die Nutzung sollte weiter
entwickelt werden und uns vorgestellt werden.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir mit zwei wesentlichen Baumaßnahmen auf den innerörtlichen
Durchgangsstraßen (Schermbecker Straße und Borkener Straße) einerseits
zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit kommen,
andererseits das Ortsbild in beiden Ortskernen entscheidend verändern und
den dörflichen Charakter wieder stärker zur Geltung bringen. Den dörflichen
Charakter fördern wird nach unserer Überzeugung auch das Bauvorhaben auf
dem Grundstück Ecke Borkener/Marbecker Straße und die damit im
Zusammenhang stehende Öffnung der Fußwegeverbindungen. Durch
rechtzeitige Einbindung der Gemeinde in den Planungsprozess konnten die
Interessen der Gemeinde gewahrt werden. Ein positives Beispiel von
Kommunikation und Kooperation
• Zum Ausbau von Gehwegen in Gewerbegebieten regt die CDU-Fraktion für
die Zukunft an, alternativ zu beidseitigen Gehwegen über die Anlegung von
Parkflächen im Straßenraum nachzudenken.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir mit günstigen Rahmenbedingungen wie niedrigen Gewerbesteuern
und gut erschlossenen Gewerbeflächen gute Möglichkeiten für die Ansiedlung
von Gewerbebetrieben bieten können
• Vorbehaltlich der Ergebnisse der Marktuntersuchungen und daraus abzulei-
tenden Empfehlungen an die Gemeinde regt die CDU-Fraktion an, das
Angebot an Gewerbeflächen im Sinne einer aktiven Wirtschaftsförderung auch
für auswärtige Betriebe, die einen Standort suchen, zu öffnen
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn wir es schaffen, mit der Umsetzung unseres Einheimischenmodells
weitere Flächen für den Wohnungsbau zu erschließen, damit Familien und
junge Leute, die ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen, diese
Möglichkeit in Raesfeld finden.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir uns finanziell darauf eingerichtet haben, für die Gemeindeentwicklung
wichtige Flächen in das Eigentum der Gemeinde zu bringen. Ziel und Wunsch
bleibt auch für die CDU-Fraktion der Erwerb des Kasernengeländes in Erle.
Dafür und für weiteren Grunderwerb stehen insgesamt 835000 € zur Verfü-
gung.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir trotz der Finanzierung diverser Investitionsvorhaben noch über
Rücklagen, Sonderrücklagen, Rückstellungen und sonstige Vermögenswerte
wie Beteiligungen verfügen, die uns vorsichtig optimistisch in die Zukunft
blicken lassen.
• Nicht zuletzt ist und bleibt Raesfeld stark, weil wir in der Verwaltung und auf
dem Bauhof auf eine starke Mannschaft setzen können, die gut ausgebildet
gut ausgestattet und engagiert zuverlässige Arbeit leistet.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn wir auch vor Problemsituationen die Augen nicht verschließen. Die
CDU-Fraktion regt an, einen runden Tisch zu organisieren, an dem unter
Beteiligung der Kirchen, Schulen, Jugendhäuser, der Vereine, der Gemeinde
gemeinsam nach Lösungen gesucht wird, Vorkommnisse, wie sie beim
Karneval passiert sind, zukünftig zu vermeiden. Wir können nicht tatenlos
zusehen, wenn alkoholisierte Jugendliche sich selbst und anderen durch
derartige Exzesse und Gewaltanwendungen den Spaß verderben und die
Gesundheit anderer und sogar Menschenleben in Gefahr bringen. Solche
Vorfälle müssen nicht nur unterbunden werden, weil sie dem Image der
Gemeinde schaden, sondern weil wir Schlimmeres verhindern sollten.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Weil wir im Rat und in den Ausschüssen, miteinander Wege finden, hart in der
Sache aber fair im persönlichen Umgang die anstehenden Herausforderungen
zu meistern.
• An der CDU-Fraktion wird es nicht liegen, diese erfolgreiche Arbeit für die
Bürger unserer Gemeinde auch in Zukunft so fortzusetzen.
• Mir geht es nicht wie Heinrich Heine wenn ich in Abwandlung seiner Nachtge-
danken sage: „Denk ich an Raesfeld in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf
gebracht“ sondern ich bin sicher, dass Raesfeld, wenn wir Vernunft walten
lassen, Zukunft hat. Es liegt an uns, die Chancen zu nutzen und die Zukunft
unserer Gemeinde aktiv mitzugestalten.
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn es uns gelingt, das Zusammenwachsen der Gemeinde nach innen zu
fördern. Dazu gehört noch mehr Mut und Ehrlichkeit, besonders vor Wahlen.
Wir sollten uns alle hüten, das Kirchturmdenken zu fördern und durch weitge-
hende Versprechen überzogene Erwartungen und das Anspruchsdenken zu
wecken. Alles ist sowieso nicht finanzierbar, alles doppelt auf Dauer vermut-
lich schon gar nicht. Stattdessen sollten wir gemeinsam weiter daran arbeiten,
mehr Engagement der Bürger, mehr Eigeninitiative und mehr Eigenverantwor-
tung zu fördern.
Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit der Verwaltung, der Presse, den
anderen Fraktionen, meiner Fraktion und für Ihre Geduld, mir zuzuhören.
Und jetzt noch ein bisschen Wahlkampf:
Raesfeld ist und bleibt stark,
• Wenn die CDU-Fraktion nach der Kommunalwahl mit Kompetenz und Stärke
die Geschicke der Gemeinde weiter wesentlich gestalten kann.
• Unser Zugpferd, Bürgermeister Udo Rößing, wird weiter alles tun, Raesfeld
mit Unterstützung durch eine starke CDU-Mannschaft fit für die Zukunft zu
machen bzw. zu halten
Karl-Heinz Tünte
Fraktionsvorsitzender
CDU-Raesfeld