Am Sonntag, den 1. August 2004, konnte Ratsherr Hubert Hüging, trotz des herrlichen Sommerwetters, zahlreiche Teilnehmer zur Bürgerversammlung in der ehemalige Schule Homer begrüßen.
Als Diskussionspartner standen neben Bürgermeister Udo Rößing, der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Tünte, Gemeindeverbands-Vorsitzende Bernhard Bölker und Kreistagsmitglied Friedel Sebastian und der zur Verfügung.
Von rechts nach links: Bürgermeister Udo Rößing, der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Tünte, Ratsherr Hubert Hüging, Gemeindeverbands-Vorsitzende Bernhard Bölker und Kreistagsmitglied Friedel SebastianBernhard Bölker freute sich besonders, dass von den 40 Raesfelder Kandidaten für die Kommunalwahl, mit 4 Personen ganze 10 % aus Homer kämen. Für den Wahlbezirk 9, Homer, kandidiert das bisherige Ratsmitglied Hubert Hüging und als seine direkte Vertreterin Frau Dr. Ute Hoppe. Über die Reserveliste kandidieren Georg Grunden und Annette van Stegen, erst seit kurzem Vorstandsmitglied der Raesfelder Frauen-Union.
„In Homer weiß man sich noch selber zu helfen“, so Bernhard Bölker, auch deshalb komme er so gern nach Homer. Hier finde man noch eine gute Gemeinschaft vor, die sich zum Beispiel in gut funktionierenden Nachbarschaften oder beim regen Vereinsleben, wie zum Beispiel beim Schützenverein, ausdrücke.
Er sei nicht gekommen um im Vorfeld der Wahl Versprechungen zu machen.
Die Raesfelder CDU stehe auch in Zukunft für einen solider Kurs, mit geordneten Gemeindefinanzen und ohne Schuldendienst für die Nachkommen.
Bisher habe man das so umgesetzt, wie es niedrigste Steuer- und Gebührensätze in NRW und die Schuldenfreiheit der Gemeinde belege.
Bürgermeister Udo Rößing konnte dies nur unterstreichen. Auf der Habenseite der Gemeinde konnte er Rücklagen, verkaufbare Grundstücke und Schuldenfreiheit verbuchen.
„Bürgergeld ist am besten in der Tasche der Bürger und nicht im Rathaus aufgehoben“,
so Udo Rößing, der als Bürgermeisterkandidat, trotz seiner 29-jährigen Tätigkeit für die Gemeinde, noch einmal antreten möchte.
„Ich habe noch Lust dazu“, so der 61-jährige, seit 36 Jahren verheiratete Vater von 2 erwachsenen Söhnen.
In Homer ständen keine großen Bauprojekte an, keine Geschäftszentren, Straßen usw. sondern eher der landwirtschaftliche Wegebau, Erhalt und Pflege der alten Schule oder der Rückschnitt der Sträucher.
Gute Arbeit zu machen sei das Ziel „im Rat und im Rathaus“, so der Bürgermeister. Er sehe sich als „Gemeindemanager mit gutem Verhältnis zur Kommunalpolitik“ und lege Wert auf eine hohe Streitkultur, gute Kontakte zum Kreis, zur Bezirksregierung und anderen Dienststellen und hohe Eigenverantwortung seiner qualifizierten und bewährten Mitarbeiter. Dies gelte als Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit bei vergleichsweise geringen Personalkosten.
Der langjährige CDU-Fraktionvorsitzende Karl-Heinz Tünte („wahrscheinlich der Einzige hier, der schon bei der Wahl von Udo Rößing dabei war“) sprach über die Ziele der CDU für die anstehende Legislaturperiode.
Auf die demografischen Entwicklungen mit immer weniger Kindern und immer älteren Mitbürgern, habe man sich einzustellen und die Einrichtungen der Gemeinde, dem veränderten Bedarf anzupassen. Dabei seien keine neuen Gebäude zu errichten, sondern in auch weiterhin in guter Zusammenarbeit mit den Trägern, die Nutzungen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen gerecht würden.
Eine intensive Förderung der Vereine als Weg zur Nutzung der Eigeninitiative sowie bündeln und transparent machen der Vereinsaktivitäten seien dabei geboten.
In besonderer Weise wolle sich die CDU für die Familien einsetzen. Bezahlbare Baugrundstücke, familien- und seniorengerechtes Wohnen und sichere Straßen, wie bei der fast fertig gestellten Ortsdurchfahrt in Erle oder der in Kürze beginnenden Baumaßnahme Borkener Straße, seien dabei nur einige Prämissen.
Durch gezielte politische Entscheidungen habe man bisher verhindern können, dass Geschäftsansiedlungen im Außenbereich vorgenommen wurden.
Ansprechende Geschäfts- und Wohnbebauung in den Ortskernen, wie sie zurzeit zum Beispiel auf dem Grundstück Freitag umgesetzt würde, trage hingegen zu der von der CDU-Fraktion gewollten Attraktivitätssteigerung der Ortskerne bei.
Nach ausgiebiger Erörterung bedankte sich Bernhart Bölker bei allen Teilnehmern, die er mit dem Hinweis verabschiedete, dass eine Anwesenheit von ca. 10 % der wahlberechtigten Bürger Homers, wie sie bei der heutigen Bürgerversammlung erreicht worden sei, für sich spreche. Eine solch stolze Beteiligung sei von den anderen Ortsteilen kaum zu erreichen.