Die jährliche Informationsfahrt des CDU-Gemeindeverbandes Raesfeld-Erle führte in diesem Jahr in die Handels- und Messestand Leipzig. Bei einer ausführlichen Stadtrundfahrt erfuhren die Gäste viel über die Historie und die jüngste Vergangenheit der sächsischen Metropole. Beim Stadtrundgang wurden die zahlreichen Passagen besucht, die früher Handelshäuser der Mustermesse waren.

Ein Höhepunkt der Fahrt war der Besuch im Neuen Rathaus in Leipzig. Zu den anwesenden Stadträten, die über die Kommunalpolitik der Stadt Leipzig informierten, gehörten Annemarie Opitz und Jens Lehmann, der Weltmeister und Olympiasieger im Bahnradsport. Beide Stadträte äußerten sich sehr zufrieden über die positive Entwicklung der Stadt nach der Wende. Jedoch trübe derzeit die Arbeitslosenrate von 17,2 %, die durch das Wegbrechen der Industriearbeitsplätze in den neunziger Jahren entstand, die Kaufkraft der Leipziger gewaltig. Hier bringen auch die Großprojekte der vergangenen Jahre, wie die Ansiedlung von Porsche und BMW in Leipzig nur geringe Entlastung auf dem Arbeitsmarkt.
Annemarie Opitz informierte die Gäste über die Planungen zur Stadtentwicklung insbesondere über den Bau des City-Tunnels, eines Großprojektes das bis 2011 fertig gestellt sein soll und deren Baumaßnahmen derzeit das Stadtbild prägen.
Besonders liegen ihr aber auch die notwendigen Veränderungen der kommenden Jahre am Herzen, die sich durch die demografische Entwicklung ergeben. „Derzeit sind wir sehr froh, dass wir im Bereich der Kindertagesstätten und Kindergärten eine fast vollständige Abdeckung des Bedarfs haben. Im Moment ist noch eine ständige Zunahme des Bedarfes zu verzeichnen und wir freuen uns, dass wir so eine junge und lebendige Stadt sind“, so Annemarie Opitz.
Auch Jens Lehmann, der von eigenen Erfahrungen mit der Kinderbetreuung in Leipzig sprach, ging auf das Thema ein und informierte über seine Schwerpunkte in der Kommunalpolitik. „Mir liegt die Entwicklung Leipzigs als familien- und kinderfreundliche Stadt natürlich besonders am Herzen“, so der Radprofi. So setze er sich für die Erhaltung und Erneuerung der Sportstätten, der Sicherung der Grundlagen für die Vereine und das Ehrenamt ein. „Durch die Stilllegung der Zechen rings um Leipzig hat sich ein Areal ergeben, dass zum größten Naherholungsgebiet Mitteldeutschlands wurde. Der Kanupark am Markkleeberger See, der am 15. April 2007 eröffnet wurde, ist eine der modernsten Wildwasseranlagen der Welt und eröffnet der aufstrebenden Tourismusregion im Süden von Leipzig eine Vielzahl an neuen Freizeitmöglichkeiten.“
Auch der Ausbau des neuen Fußballstadions Leipzig war ein wichtiges Bauvorhaben, das in den vergangenen Jahren erfolgreich absolviert wurde. „Leider haben wir hier in Leipzig nur eine 4.Liga-Mannschaft“ , so Lehmann und warf damit einen zwinkernden Blick auf die Gäste, die natürlich auf den derzeit erfolgreichen Schalker Verein verwiesen.
Nach dem Gespräch führte Jens Lehmann die Raesfelder und Erler Gäste auf den Turm des Rathauses, der mit 240 Stufen erklommen werden musste, um aus der Höhe noch einmal einen umfassenden Blick über Leipzig zu erhalten.
Auf der Rückfahrt wurde Halt eingelegt für eine umfassende Stadtführung in Gotha. Hier zeigten sich die Gäste beeindruckt von den prächtigen Bauten und die Stadtführer wiesen mit jeder Information darauf hin, dass ein weiterer Besuch in der geschichtsträchtigen thüringischen Stadt unbedingt sein muss, da es noch viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken gäbe.
Nach den vier Tagen kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vielen Informationen und gesammelten Eindrücken zurück nach Raesfeld und Erle und kaum zu Hause, kamen schon die Fragen, wohin geht es im nächsten Jahr.
„Das ist aber noch ein Geheimnis des Vorstandes“ so die CDU-Vorsitzende Diana Brömmel „und wird zu gegebener Zeit gelüftet!“